Ratgeber: Praktisches zum Jahreswechsel
27.12.2008 Von Kai Shanghai
SCHARREL / HERZBERG / SONTRA – Rechtzeitig zum Jahreswechsel gibt es von uns für Sie wieder einmal einen praxisnahem Tipp. Das heutige Thema ist ein Dauerbrenner. Wir sprechen von der Schweinebesamung. Ein Thema, dem wir bereits unlängst einen Leitartikel gewidmet haben. Man kann auf diesen Sachverhalt eben einfach nicht oft genug eingehen.
Immer wieder einmal hat immer wieder mal jemand auf die Schnelle ein Schwein zu besamen. Und dann stellt sich häufig die Frage: Verflixt und zugenäht. Wie mache ich das nur? So geht es vielen unserer Mitmenschen. Denn die Geschichte der Schweinebesamung ist eine Geschichte voller Missverständnisse.
Zum Glück gibt es Spezialisten wie die Schweine-Besamungsstation NORT-OST GmbH. Das Unternehmen besamt seit 1996 an vier Standorten in Deutschland nahezu jede Sau. Die Fakten sprechen für sich:
Auszug aus der Set-Card des Unternehmens:
660g Lebenstagszunahme in der Eigenleistung, Rückenspeckdicke < 5,9 mm, Magerfleischanteil Pig-Log > 65,0%, Vollgeschwisterprüfung.
Alle Eber werden in 5 Praxisbetrieben mit ca. 2.000 Bestandsauen unterschiedlichster Genetik getestet (einschließlich Nachkommenschaftsprüfung auf Anomalien). Die Mastschweine werden auf ausgewählten Schlachthöfen geschlachtet. Ein Angestellter unserer Besamungsstation überprüft bei jeder Schlachtung die Kennzeichnung und Zuordnung der Tiere zu den Schlachtdaten direkt vor Ort auf dem Schlachthof.

Sau beim Besamen
Die Datenverarbeitung und – auswertung erfolgt über ein hauseigenes Datendienstprogramm bzw. das über das Rechenzentrum in Verden. In der Auswertung werden alle Schlachtdaten, unabhängig vom Geschlecht des Mastschweins, einbezogen. Ein Geschlechterverhältnis von 50:50 wird angestrebt. Das Prüfminimum sind dabei 40 Nachkommen je Testeber. In der Regel gelangen jedoch jeweils mehr als 100 Nachkommen je Eber zur Testschlachtung.
Die Einstufung in die Topgenetikgruppe erfolgt durch Mitarbeiter der Stationen. Die Testdaten (Futterverwertung, Lebenstagszunahme) aus den Erzeugerbetrieben fließen in die Auswertung mit ein. Das Prädikat Topgenetikeber erhält, wer im Durchschnitt folgende Werte bei seinen Nachkommen erzielt: mindestens 56,7 % Magerfleischanteil (MFA, FOM), über 770 Gramm Masttagszunahme, eine Futterverwertung unter 1:2,8 (1 kg Zunahme : 2,8 kg Futter).
Eine Ausführliche Bildergalerie finden interessierte Leser hier. (Alle Rechte an den hier veröffentlichten Bildern: Schweine-Besamungsstation NORT-OST GmbH.)
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