Schnee in Spanien, Regierung Schuld
10.01.2009 Von Heinz Gomez

Schneesicher: Esperanza Aguirre
MADRID – Gestern hats in Spanien mal wieder geschneit. Und zwar gewaltig. Vor allem in Madrid. Das kommt dort so in dieser Wucht bekanntlich eher selten vor. So herrschte gewaltiges Chaos. Der Flughafen Barajas war mehrere Stunden geschlossen. Auf vielen Straßen der Stadt ging nichts mehr.
Soweit. So normal. Doch keine Angst liebe Leserinnen und Leserinnen. Jetzt wirds wieder Spanisch. Im Laufe des gestrigen Freitags, trat Esperanza Aguirre (Partido Popular) vor die Presse. Ihres Zeichens Präsidentin der Comunidad Madrid. Und endlich wurden wir mal wieder so richtig aufgeklärt.
Das Innenministerium und Verkehrsministerin Magdalena Alvarez sind Schuld!!! Jawoll. Die der Zentralregierung gehörenden Straßen seien nämlich voller Schnee und auch der Flughafen gehöre ja im Prinzip denen.
Das gefiel der rechtsnationalen PP so gut, dass die Partei gleich die Absetzung der Ministerin, die in der Revolverpresse stets nur Maleni genannt wird, fordert. Wie übrigens alle zwei Wochen.
Auch die Rechtspresse drischt (Klopfer 1 / Klopfer 2) so richtig drauf. Da hat die Lektüre am Samstagmorgen mal wieder so richtig Spaß gemacht.
Zu dumm halt nur, dass es in ganz Madrid schneite, und die der Kommune unterstehenden Straßen selbstverständlich ebenso komplett verschneit waren wie der Rest und auch dort selbstverständlich Chaos herrschte - wie überall.
Was lernen wir daraus? In Spanien ist Schnee nicht gleich Schnee, Straße nicht gleich Straße und Chaos ungleich Chaos. Viva España!
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