Freitag, 3 of September of 2010

Spanien: Russisch doch nicht Pflichtsprache für alle Bürger

30.11.2008 Von Heinz Gomez

MADRID – Heute sprechen wir der oppositionellen Partido Popular (PP) unseren uneingeschränkten Dank aus. Warum? Ja weil die konservative Partei alle Spanier vor dem Allerschlimmstem bewahrt hat: Die Russen kommen nicht.

Wie Fraktionsvorsitzende Soraya Sáenz de Santamaría gesten wissen lies, wurde eine Ausschilderung der Preise an den spanischen Tankstellen auf Russisch gerade noch so eben verhindert. Dank der PP natürlich.

Hintergrund. Der in das Trudeln geratene Immobiliengigant Sacyr Vallehermoso muss dringend Aktien loswerden. Aktien von dem nicht weniger gigantischen Erdölkonzern Repsol. Nun ja und dafür interessieren sich “die Russen” von Lukoil. Die nach Angaben von PP-Chef Mariano Rajoy “dubios” sind. Deswegen dürfe man an die nicht verkaufen. Im spanischen Interesse. Was nicht wenige zweifelsohne genau so sehen.

Bleibt neben der grundsätzlichen Frage, ob “die Russen” überhaupt das notwendige Kleingeld für einen solchen Kauf haben, die weitere Frage, ob die zahlreichen Banken, die bei dem Deal mit drinhängen, überhaupt mitmachen würden. Und zu allerletzt: Ja ist die PP denn nicht der eiserne Verfechter freier Märkte? Wirtschaft voraus und Staat außen vor? Oder irren wir uns da?

Wie dem auch sei: Die Russen bleiben wo sie sind. Dank PP. Vielen Dank und schönen Sonntag noch.

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