Spanien und die Weltwirtschaftskrise: Zapatero unschuldig?
02.01.2009 Von Heinz Gomez
MADRID – Spanien, Spanier und Spanierinnen lieben Dramen. Brauchen Show. Da wird dem gemeinen Mitteleuropäer hin und wieder ganz schön schwindelig. Totalmente selbstverliebt gibt es auch kurz nach Jahreswechsel wieder Sonntagsfragen zum Wahlverhalten, als seien am Sonntag Wahlen. Die Ergebnisse veröffentlicht man dann logischerweise an einem Freitag. Nun ja. Gewählt wird ohnehin erst 2011.

Obwohl Seitens der Opposition und der rechtsnationalen Revolverpresse schon mehrmals erklärt wurde, dass der sozialistische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero der Alleinschuldige für Weltwirtschaftskrise sei, will das dumme Volk dies einfach nicht checken. Und macht dann auch noch was es will.
Folgerichtig löst der Tenor der Schlussfolgerungen der Rechtspresse am frühen Morgen herzhafte Lacher aus: “Trotz Wirtschaftskrise liegt Zapateros PSOE vor der rechtskonservativen PP von Oppositionsführer Marianne Rajoy”. Dass letzterer schlicht kein Konzept hat und deswegen für Wechselwähler völlig uninteressant ist, wird kollektiv verschwiegen. Sie glauben uns nicht? Sehen Sie hier und hier und hier und hier und hier. Katalanen klicken wie immer wo anders (Kastillisch / Katalanisch).
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