CEUTA – Pedro Gordillo, Vizepräsident der Regierung in der spanischen Exklave Ceuta und Landesgruppenchef der konservativen Partido Popular (PP) nahm den Mund zu voll. Der Politiker machte einer jungen Frau Versprechen für die im Gegensatz sexuelle Leistungen zu erbringen seien. Dumm nur, dass während der Angebotsunterbreitung eine Handy-Kamera lief.
Privat
“Ich trete aus rein privaten Gründen zurück”, gab Pedro Gordillo am Freitagabend zu verstehen. Dass dies nicht stimmt, war nicht nur an dem öffentlichen Druck zum Rücktritt durch den Präsidenten von Ceuta, Juan José Vivas (PP) zu erkennen. Die kompromittierende Video-Aufzeichnung liegt schließlich nicht nur dem Fernsehsender Cuatro vor, der am Nachmittag von dem Vorgang (ohne Video) berichtete.
Gegenleistung Sex
Auf dem Flimchen sind der ehemalige katholische Priester Gordillo und eine Frau im offiziellen Regierungsbüro zu sehen. Und vor allem zu hören. Gordillo macht der Frau Versprechungen und fordert als Gegenleistung Sex.
Stellungsnahme
Die Regierung der Autonomen spanischen Stadt Ceuta veröffentlichte gegen Mitternacht eine Stellungsnahme. Darin wurde der Rücktritt Gordillos aus “persönlichen Gründen” bestätigt. Zugleich – Achtung, jetzt kommt ein Karton – weist die Regierung darauf hin, dass die Regierung keinerlei Videos in Auftrag gegeben habe, die irgendeine Art von Praktiken des Vizepräsidenten oder eines anderen Regierungsmitglieds aufzeigen.
Überraschend
Nun mal ehrlich: Das Statement überrascht irgendwie.
Quelle
El País.