Spanien: Audi hat ein Problem
MARTORELL – In dem spanischen Seat-Werk in Martorell wird ab 2011 das neue Audi-Modell Q3 gebaut. Dies steht nach sich monatelang hinziehenden Verhandlungen fest. Die Mitarbeiter in dem katalanischen Werk verzichten zwei Jahre lang auf Gehaltserhöhungen, Audi investiert wohl 300 Millionen Euro und der Staat stellt einen 40 Millionen Euro Kredit zu günstigen Konditionen bereit. Rund 1.500 Arbeitsplätze sind dank Q3 gesichert. Dennoch hat Audi ein Problem. Ein dickes Problem.
Toyota lässt grüssen
Audi steht vor einem Fall Pajero. Richtig der beliebte Pseudo-Geländewagen heißt in Spanien auf gut Deutsch Wixer. Als die Japaner draufkamen haben gewiefte Marketing-Heinis die Karre in das aussagekräftige Montanero, also Bergsteiger umbenannt.
Was das mit Audi zu tun hat? Schweigen und lesen: Q3 wird in Spanien Kuh-dres ausgesprochen. Korrekt geschrieben heißt das Cutre beziehungsweise je nach Zungenschlag im Plural auch Cutres. Nun ja und das bedeutet nun mal nix anderes als schäbig, schrottig, runtergekommen.
Bevor Sie jetzt sagen: Kauft doch eh kein Spaniern einen Audio Q3, Spanien hat doch voll die Krise: Richtig. Aber Spanier sind stolze Menschen und einen Audi baut man im Land der Stiere nicht alle Tage und man wäre ja schon bereit noch einen weiteren Kreditito aufzunehmen um eben dieses mit spanischem Nationalstolz gebaute Auto über 12 Jahre zu finanzieren… Doch bei diesem Namen kommen selbst dem oberstolzesten Spanier Zweifel.

BERLIN – Mit Schlagzeug und Bass,



