Samstag, 11 of Februar of 2012

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Spanien: Arbeitslosigkeit sinkt erstmals seit 14 Monaten – Rechtsnationale Opposition tobt

arbeitslos – In Spanien ist die Arbeitslosenzahl im Mai um 24.741 Personen zurück gegangen. Das sind 0,68 Prozent weniger Arbeitslose als im April. Das ist der erste Rückgang bei der Erwerbslosenquote seit 14 Monaten. Die Arbeitslosenquote liegt in Spanien bei 17,4 Prozent. Das sind  3,6 Millionen Arbeitslose.

Außer in den Autonomen Regionen Madrid und Valencia und den Kanaren ging die Zahl der Arbeitslosen in allen spanischen Regionen zurück. Die ersten beiden Bundesländer werden übrigens in absoluter Mehrheit von der konservativen PP (Partido Popular) regiert, die Kanarischen Inseln in Koalition mit der Regionalpartei Coalition Canaria.

Von Seiten der sozialistischen Regierung wird der Rückgang in dem Land mit der höchsten Arbeitslosenquote in der Europäischen Union (EU) nur dezent gefeiert. Man glaube, ganz vereinzelt Zeichen der Besserung zu erkennen, so der Tenor. Und natürlich haben die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen einen Teil zu dem Umschwung beigetragen. Und darum habe man ein Video gedreht, in dem ein kleines Pflänzlein zaghaft seinen Kopf aus dem Acker streckt und etwas wackelig gen Himmel sprießt.

Kifft nicht: GüemesDie besten Sprüche Spanischer PP-Politiker – Teil 3 – Regierung komplett zugekifft
Das war für die PP, die den ganzen Tag schon versuchte, die neuen Zahlen schlecht zu reden, der Startschuss um mal so richtig Gas zu geben. Schließlich sind am Sonntag Europawahlen. Und im Wahlkampf bevorzugen die Konservativen ohnehin rein spanische Themen.

Es trat also der Sprecher des Landesbüros der PP in Madrid, Juan José Güemes, vor die Presse. Der Mann ist Schwiegersohn von Provinzpräsident Carlos Fabra, gegen den derzeit acht Verfahren laufen, mit all den Highlights, die das Strafgesetzbuch so hergibt. In Anspielung auf das PSOE-Video gab Güemes zu verstehen: “Die einzigen grünen Keimlinge die ich hier sehe, sind Marihuana und das hat die Regierung weggeraucht“. Hier nachzulesen.

Und hier sehen Sie den spanischen Ministerpräsident Zapatero beim Kiffen:


Europawahl Spanien: Wahlkampf hautnah Teil 2

– Heute hat die sozialistische PSOE von Ministerpräsident José Luis Rodríguez ein Wahlkampfvideo vorgestellt. Durch die rechtskonservativ-katholische Press-e und Parteienlandschaft ging ein Aufschrei. Warum nur?


Spanien: Zapatero besetzt Schlüsselministerien neu

ZapateroMADRID – Nach Auftritten auf internationalen Bühnen fegte der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero am Dienstag das eigene Kabinettshaus. Stühlerücken unter Ministern. Gleich sechs von 17 Ministersessel sind seit heute neu besetzt.

Zapatero war und ist gewaltig unter Druck. Nach einer verlorenen Wahl (Galicien) und einer eigentlich gewonnenen (Baskenland) hat die Minderheitsregierung immer weniger Zustimmung im Parlament in Madrid. Die beiden nationalistischen Unterstützer BNG und PNV der beiden Bundesländer sind in den aktuellen Landesregierungen nicht mehr vertreten. Mehrheiten müssen seitdem für jede einzelne Abstimmung verhandelt werden.

Und natürlich spielt die Wirtschaftskrise der offensiv agierenden oppositionellen Partido Popular in die Hände. Knapp 16 Prozent Arbeitslosenquote sind schließlich kein Pappenstiel. Oppositionsführer Mariano Rajoy – jahrelang der ewige Verlierer – durfte zudem unlängst bei den Galicien-Wahlen erstmals aufs Siegertreppchen. Und für die Wahlen zum Europaparlament sieht es für Zapateros Sozialisten der PSOE auch nicht gut aus. Die logische Konsequenz: Kabinettsumbildung.

Neue Minister

Die wichtigsten Wechsel:
Wirtschafts- und Finanzminister Pedro Solbes, erfahren, aber ohne Charisma und in den letzten Wochen nicht wirklich mit Ideen präsent, wird von Elena Salgado abgelöst, die bisher Ministerin für öffentliche Verwaltung war. Der bisherige andalusische Ministerpräsident Manuel Chaves wechselt als verantwortlicher Minister für die Autonomen Regionen von Sevilla nach Madrid.

Die Nummer zwei der Sozialisten, José Blanco, löst die unglücklich agierende und oft unkompetent wirkende Infrastruktur- und Verkehrsministerin Magdalena Alvárez ab. Die bisherige Staatssekretärin für Lateinamerika, Trinidad Jiménez übernimmt das Sozial- und Gesundheitsministerium. Ángel Gabilondo, Bruder des Nachrichtenchefs des staatlichen Fernsehens RTE 1 leitet das Bildungsministerium. Die Kunstwissenschaftlerin Ángeles González-Sinde wird Kulturministerin. Die neue Ära beginnt, sobald der spanische König Juan Carlos I die neuen Kabinettsmitglieder offiziell benennt.


Gerade eben erst gesucht:


wappen Buenos aires


Korruption in Spanien: Jetzt geht die Party richtig los

VALENCIA – ist korrupt. und , das geht Hand in Hand. Seit zwei Monaten jagd ein Korruptionsfall den anderen: Eine Top Ten aufzustellen fällt nicht wirklich leicht. Liebe Leserinnen: Wenn Sie uns nun fragen, warum wir mit alten Hüten kommen, so müssen wir ihnen sagen: Wir tragen gar keine Hüte.

Das schöne in Spanien ist doch: Wenn einer gegen dich ermittelt, dann wird der Ermittler verklagt und diffamiert. Sprich: Sie rauben morgen ne Tankstelle aus, werden erwischt und verklagen erstmal den Untersuchungsrichter. Gegen den dann natürlich auch ermittelt wird.

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Spanien: Aznars Welt

MADRID – Aufmerksame viva-españa.com-Leser wissen es längst. Spaniens-Ex-Präsident José María Aznar ist immer für einen Brüller gut. Seit Jahren reist der Mann nun schon um die Welt und macht Werbung in eigener Sache – und versucht negative Nachrichten in Sachen Spanien zu verbreiten. Weltweit versteht sich.

Erst neulich stand Aznar wieder vor dem Mikrophon – und drehte mal wieder die Geschichte zu seinen Gunsten zurecht. Was er sagte? Dasselbe wie immer: Als er damals regierte, waren die Terroristen der ETA im Prinzip besiegt, die florierte, George W. Bush ist ein guter Mensch, so wie auch der Irak-Krieg an sich in Ordnung war, und Amtsinhaber José Luis Rodríguez Zapatero macht nun wirklich alles falsch.

Dabei könnte er ja mit Leichtigkeit in die Politik zurückzukehren (von der er sich als Strippenzieher im Hintergrund ohnehin nie verabschiedet hat). Schließlich, so sagt der Mann mit dem kürzlich abrasierten Oberlippenbart “bitten mich ständig Leute, dass ich wieder aktiv Politik mache. Doch derzeit habe ich das nicht auf meiner Liste”.

Damit nun wirklich niemand anfängt zu weinen: Versüssen Sie sich den Tag doch mit diesem wunderschönen Video. Aufgenommen in Aznars Lieblingsland, den USA und garantiert nicht manipuliert und schon gar nicht synchronisiert.


Schnee in Spanien, Regierung Schuld

Esperanza Aguirre

Schneesicher: Esperanza Aguirre

– Gestern hats in mal wieder geschneit. Und zwar gewaltig. Vor allem in Madrid. Das kommt dort so in dieser Wucht bekanntlich eher selten vor. So herrschte gewaltiges Chaos. Der Flughafen Barajas war mehrere Stunden geschlossen. Auf vielen Straßen der Stadt ging nichts mehr.

Soweit. So normal. Doch keine Angst liebe Leserinnen und Leserinnen. Jetzt wirds wieder Spanisch. Im Laufe des gestrigen Freitags, trat Esperanza Aguirre (Partido Popular) vor die Presse. Ihres Zeichens Präsidentin der Comunidad Madrid. Und endlich wurden wir mal wieder so richtig aufgeklärt.

Das Innenministerium und Verkehrsministerin Magdalena Alvarez sind Schuld!!! Jawoll. Die der Zentralregierung gehörenden Straßen seien nämlich voller Schnee und auch der Flughafen gehöre ja im Prinzip denen. Weiterlesen »


Spanien: Eiskalt – Am Strand und im Wald

GIRONA – friert ganz ungeniert. Ist aber zum Glück nicht von Gazprom abhängig. Ein Ukrainer kann uns gar nichts. Wie der frisch verheiratete Lothar Matthäus in jedes beliebige Mikrophon sagen würde. Auch ist ausnahmsweise nicht schuld. Schade eigentlich. Doch sehen Sie selbst:

Kältewelle in Spanien.


Spanien und die Weltwirtschaftskrise: Zapatero unschuldig?

MADRID – , Spanier und Spanierinnen lieben Dramen. Brauchen Show. Da wird dem gemeinen Mitteleuropäer hin und wieder ganz schön schwindelig. Totalmente selbstverliebt gibt es auch kurz nach Jahreswechsel wieder Sonntagsfragen zum Wahlverhalten, als seien am Sonntag Wahlen. Die Ergebnisse veröffentlicht man dann logischerweise an einem Freitag. Nun ja. Gewählt wird ohnehin erst 2011.

zapi

Obwohl Seitens der Opposition und der rechtsnationalen Revolverpresse schon mehrmals erklärt wurde, dass der sozialistische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero der Alleinschuldige für Weltwirtschaftskrise sei, will das dumme Volk dies einfach nicht checken. Und macht dann auch noch was es will. Weiterlesen »


Spanien verstößt sich selbst

ralf1MADRID – Wir brechen unsere eigenen Regeln. Und Copy-Pasten heute einfach mal. Opfer: Spiegel. Und AFP auch. Wir warn einfach zu später Nacht zu faul um selbers zu schreiben. Verklagen Sie uns doch. Wird eh nix. Gott ist mit uns.

Also. Alles zum Katholiken-Rave in Madrid. Rauskopiert vom Spiegel. (Jungs: Das nächste mal schreibt ihr halt wieder von uns ab. Wäre ja nun wirklich nicht das erste Mal)…

Hunderttausende bei Messe gegen Abtreibung und Homo-Ehe Weiterlesen »


Spanien: Neues vom Berufsopfer

MADRID / JAÉN – Einige Zeit hörte man kaum etwas von Francisco José Alcaraz. Bis vor wenigen Monaten war dieser Mensch Vorsitzender der ultrarechten Opfervereinigung Asociación Víctimas del Terrorismo (AVT). Diese Organisation hat irgendwann einmal die Interessen von ETA-Opfern vertreten. Bis Alcaraz 2006 ihr Vorsitzender wurde.

Da regierte José Luis Rodríguez Zapatero schon seit mehr als zwei Jahren in . Seitdem hat Alcaraz, dessen Bruder und zwei Nichten bei einem ETA-Terror-Anschlag ermordet wurden, und weswegen auch Alcaraz ein ist, so einiges veranstaltet. Weiterlesen »