Wirtschaftskrise: USA folgen Vorbild Spanien
11.12.2009 Von Heinz Gomez
MADRID / WASHINGTON – Wie soeben bekannt wurde, suchen die USA in Spanien Lösungen, die ein baldiges Ende der Wirtschaftskrise herbeiführen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, steht das wirtschaftlich auf stabilen Beinen stehende Spanien Pate bei dem neuen, feststehenden US-Finanzplan.
Die Vereinigten Staaten von Amerika gründen eine Böse Bank. Ganz nach dem spanischen Vorbild. Im Stierland gibt es – wie nicht nur Eingeweide wissen - ausschließlich Bad Banks. Hochrentabel noch dazu. Da kommt dann doch ein wenig berechtigter Neid auf.
Im Prinzip machen die US-Banken aber selbstverständlich nur einfach da weiter, wo sie neulich stehen blieben. Mit dem Unterschied, dass der Staat ordentlich Extra-Kohle auf den Spieltisch legt.
Bei Reuters liest sich das so
Zur Stabilisierung der Finanzbranche beteiligt sich die neue US-Regierung an einer Bad Bank. Das Institut soll den angeschlagenen Banken zunächst faule Wertpapiere im Umfang von 500 Milliarden Dollar abnehmen. Der Finanzrahmen könne aber auf bis zu eine Billion Dollar anwachsen, teilte das Finanzministerium mit. Der Plan führe die volle Kraft der Regierung in einer Partnerschaft mit dem Potenzial der Privatwirtschaft zusammen, so die US-Regierung.
Alles nur von Spanien geklaut. Dass im Land der Melonen “Regierung” und “Privatwirtschaft” eng zusammenarbeiten, macht der jüngste Erfolgsbericht, der von böswilligen Journalisten Korruptionsskandal genannt wird, mehr als deutlich.
Erfolgskonzept reloaded
Länder, Banken, Politiker, Wirtschafter, Privatleuter, Säugetierer und Anderer: Vereinigt euch! Back to Future. Schnell wieder Häuser, Wohnungen, Garagen und Ställe überbewerten.
Das macht natürlich der Freund, der vereidigte Schätzer. Das schätzen die Geschäftspartner von Bank und Bauträger. Mit des Schätzers Gutachten gibt es dann einen 100-Prozent-Kredit über 350.000 Euro. Für eine Wohnung, die exakt 220.000 Euro Wert ist.
Der Kredit selbst beruht natürlich auf variablen Zinsen und läuft mindestens 30 Jahre. Am Ende zahlt der glückliche Eigenheimbesitzer 440.000 Euro. Das sind in etwa 789.412.412 Milliarden Pesetas. Und vor allem: Er/Sie ist glücklich und zufrieden mit dem Neuhaus. Das ist gut Geschäft. Bringt Arbeitsplätze und Reichtum. Bei und für Banken, Politikern, Mittelsmännern, Richtern, Staatsanwälten und dem ganzen anderen Mafia-Pack. Vorbild Spanien. Und die Welt folgt.
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